Blackjack Grundlagen

Die Kartenwerte im Blackjack: Zahlenkarten, Bilderkarten und das Ass verstehen

Wer die Kartenwerte im Blackjack nicht auf Anhieb im Kopf hat, verzählt sich schnell bei der Handsumme. Dieser Überblick zeigt, wie Zahlenkarten, Bilderkarten und das Ass gezählt werden und wie daraus ein Blackjack entsteht.


Übersicht der Blackjack Regeln mit Kartenwerten und Dealer-Position am Tisch

Zahlenkarten von 2 bis 10: einfacher Zählwert

Jede Zahlenkarte zwischen 2 und 10 zählt exakt so viel, wie ihre Zahl angibt. Eine 5 ist fünf Punkte wert, eine 8 acht Punkte, eine 10 zehn Punkte. Farbe spielt keine Rolle. Herz, Karo, Pik und Kreuz haben beim Kartenwert keinen Einfluss, egal an welchem Tisch gespielt wird. Diese Regel bildet das Fundament für jede Handsumme im Blackjack und ändert sich in keiner Variante des Spiels.

Bube, Dame und König: die Bilderkarten zählen zehn

Alle drei Bilderkarten, also Bube, Dame und König, zählen im Blackjack einheitlich zehn Punkte. Es macht keinen Unterschied, welche der drei Karten in der Hand liegt, ein König ist genauso viel wert wie ein Bube. Zusammen mit der Zahlenkarte 10 ergeben sich damit vier verschiedene Kartenwerte, die alle denselben Punktwert liefern. Wer eine Hand aus König und Dame hält, kommt also auf zwanzig Punkte, obwohl beide Karten unterschiedliche Symbole zeigen.

Das Ass: eins oder elf, je nachdem was die Hand braucht

Das Ass ist die einzige Karte im Blackjack mit zwei möglichen Werten. Es zählt elf Punkte, solange die Hand dadurch nicht über 21 steigt, und sinkt automatisch auf einen Punkt, wenn eine weitere Karte sonst zum Bust führen würde. Genau diese Flexibilität macht das Ass zur wertvollsten Karte im Deck. Eine Hand mit einem Ass, die noch mit elf gezählt wird, heißt weiche Hand, und sobald das Ass auf eins fällt, wird aus derselben Hand eine harte Hand.

Der Dealer zählt seine eigene Hand nach genau denselben Regeln: Zahlenkarten nach Zahl, Bilder als zehn, das Ass als eins oder elf. Es gibt keine Sonderregel, die nur für die Bank gilt.

Was ein Blackjack genau ausmacht

Ein Blackjack liegt vor, wenn die ersten zwei Karten einer Hand ein Ass und eine Karte mit dem Wert zehn sind, also ein Ass zusammen mit einer 10, einem Buben, einer Dame oder einem König. Diese Kombination ergibt 21 Punkte direkt nach dem Austeilen, ohne dass eine dritte Karte nötig wäre. An den meisten Tischen zahlt ein solcher Blackjack 3 zu 2, ein Einsatz von zwanzig Euro bringt also dreißig Euro Gewinn. Der Grund liegt darin, dass ein Blackjack mit den ersten beiden Karten seltener vorkommt als eine gewöhnliche Gewinnhand und dem Spieler einen kleinen statistischen Vorteil zurückgibt. Wie sich die Handsumme in jeder weiteren Situation am besten spielen lässt, zeigt die vollständige Blackjack Tabelle mit Basisstrategie.

Eine Hand Schritt für Schritt auszählen

Angenommen, eine Hand besteht aus einer 7, einem Buben und einer 4. Die 7 zählt sieben Punkte, der Bube zehn Punkte, die 4 vier Punkte. Zusammen ergibt das 21 Punkte, allerdings nicht als Blackjack, weil die Hand aus drei statt aus zwei Karten besteht und trotzdem den bestmöglichen Wert erreicht. Anders sieht es bei einem Ass und einer 6 aus: Zunächst zählt das Ass elf, zusammen mit der 6 ergibt das 17. Kommt eine weitere Karte mit dem Wert 8 dazu, würde die Hand mit dem Ass als elf auf 25 steigen und damit bust gehen, deshalb fällt das Ass automatisch auf eins zurück, und die Hand steht bei 15 Punkten weiter im Spiel. Wer diesen Mechanismus einmal verinnerlicht hat, kann jede Entscheidung an der Tabelle nachvollziehen. Für den vollständigen Regelrahmen rund um Einsätze, Spielzüge und Auszahlungen lohnt sich ein Blick auf die Blackjack Regeln im Detail.

Häufig gestellte Fragen

Fragen & Antworten

Zählt ein Bube mehr als eine 10?

Nein. Bube, Dame, König und die Zahlenkarte 10 zählen alle exakt zehn Punkte, es gibt keine Abstufung zwischen den Bildern.

Wie viel ist das Ass wert?

Das Ass zählt elf Punkte, solange die Hand dadurch nicht über 21 kommt. Sonst sinkt es automatisch auf einen Punkt.

Was ist der Unterschied zwischen einer weichen und einer harten Hand?

Eine weiche Hand enthält ein Ass, das noch als elf gezählt wird. Eine harte Hand hat entweder kein Ass oder eines, das bereits auf eins gefallen ist.

Zählt die Farbe der Karte beim Wert mit?

Nein. Herz, Karo, Pik und Kreuz haben keinen Einfluss auf den Punktwert einer Karte.

Was passiert, wenn zwei Asse in einer Hand liegen?

Beide Asse können nicht gleichzeitig als elf gezählt werden, sonst wäre die Hand sofort bust. Deshalb zählt in diesem Fall ein Ass als elf und das andere als eins, zusammen zwölf Punkte.

Zählt ein Joker im Blackjack mit?

Nein, im klassischen Blackjack wird mit normalen 52er-Decks ohne Joker gespielt.

Warum zahlt ein Blackjack meist 3 zu 2?

Weil die Kombination aus Ass und einer Zehnerkarte in den ersten beiden Karten seltener vorkommt als eine normale Gewinnhand und deshalb höher ausgezahlt wird.

Ist ein Blackjack mit drei Karten möglich?

Nein. Der Begriff Blackjack gilt ausschließlich für 21 Punkte aus genau zwei Karten, drei Karten mit demselben Ergebnis heißen einfach 21.

Wie zählt der Dealer seine Karten?

Nach exakt denselben Regeln wie der Spieler: Zahlenkarten nach Zahl, Bilder als zehn, das Ass als eins oder elf.

Was bedeutet Bust?

Eine Hand geht bust, sobald ihr Wert über 21 Punkte steigt, unabhängig davon, aus wie vielen Karten sie besteht.